Die Rettungshundearbeit

Anforderungen an den Hundeführer

Jedem Hundehalter, der sich und seinen Hund für die Rettungshundearbeit zur Verfügung stellt, gebührt Respekt und Anerkennung. Viel Freizeit und Engagement müssen eingebracht werden. Allein die Ausbildung und das regelmäßige Training können viele Stunden pro Woche in Anspruch nehmen. Die Rettungshundearbeit ist primär eine ehrenamtliche Hilfstätigkeit und kein Hundesport, um das Tier zu beschäftigen. Der Hundeführer muss körperlich und geistig fit, leistungsbereit sein sowie über ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein verfügen.

Anforderungen an den Hund

Ideal ist ein Hund zu Ausbildungsbeginn 6-12 Monate, maximal aber 4 Jahre alt. Er muss wesensfest sein, d.h. er darf keine Aggressionen oder extreme Ängstlichkeit gegen Menschen und Tiere zeigen. Geeignet sind alle arbeitsbereiten und leistungsstarken, aufgeschlossenen und nicht zu schweren Hunde. Der Hund sollte robust, körperlich gesund, gewandt, nervenstark und lernfreudig sein sowie freundlich gegenüber Menschen und Artgenossen. Nur so kann der Hund die Erwartungen für die gezielte Rettungshundearbeit erfüllen.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Rettungshundeführer erfordert grundsätzlich ausgeprägten Teamgeist, Ausgeglichenheit, gute Kondition, Einsatzbereitschaft im Ernstfall und regelmäßiges Training mit dem Hund, um die Leistungsfähigkeit auf dem erforderlichen hohen Stand zu halten. Ausbildungsschwerpunkte sind Erste Hilfe am Menschen, Organisation und Einsatztaktik, Karten- und Kompasskunde, Grundwissen Kynologie, Sprechfunkverkehr, Statik, Trümmerkunde, Bergung, Lagebeurteilung, Suchtechnik des Hundes und Sicherheit im Einsatz. Die Schwerpunkte bei der Rettungshundeausbildung sind die Geländegängigkeit (das Begehen von glatten und beweglichen Untergründen), die Gerätearbeit (waagerechtes und schräges Begehen von Leitern, Durchkriechen von Röhren, Überqueren von Wippen), die Gehorsamsarbeit (Fußgehen, Sitz, Platz, Steh, Tragen des Hundes) und die Anzeigeübungen durch Verbellen.

Ziel und Zweck der Ausbildung

Die Ausbildung zum einsatzfähigen Rettungshund ist, wenn man es ernsthaft betreibt, eine der schwersten und zeitintensivsten Ausbildungssparten des THW. Die Rettungshunde müssen in der Lage sein, bestimmte Gerüche in einem Bereich aufzuspüren, der mit anderen Gerüchen überladen ist. Sie müssen in einem Gelände arbeiten, das beispielsweise sehr dicht verwachsen oder schwer begehbar ist. Sie müssen lernen, selbständig zu arbeiten und bei Aufnahme einer menschlichen Witterung auch dorthin vorzudringen. Hinzu kommt ein hohes Maß an Gehorsam.

Trümmersuche

Grundlage für jeden THW-Rettungshund ist immer die Ausbildung zum Suchhund auf Trümmergelände. Diese Suchart zählt zu den schwierigsten Formen der Rettungshundearbeit. Der Hund muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerücheherausfiltern und Opfer auffinden, die unter meterdicken Trümmerschichten begraben sein können. Der Hund zeigt seinen Fund durch Verbellen an. Um Fehler zu vermeiden wird die Suche, wenn möglich, mit einem zweiten Hund wiederholt. Einsätze in ausländischen Katastrophengebieten erfordern eine außerordentlich hohe Disziplin und Belastbarkeit von Hund und Hundeführer. Klassische Einsätze finden beispielsweise nach Gasexplosionen oder Erdbeben statt

Flächensuche

Das Rettungshundeteam muss in unwegsamem Gelände oder in großen Waldflächen nach vermissten Personen suchen und diese medizinisch Erstversorgen. Die Hunde werden hierbei so ausgebildet, dass sie das Gelände auf menschliche Witterung durchstöbern können. Die Personen, die sitzen, kauern, liegen oder laufen, müssen vom Hund durch Verbellen angezeigt werden, so lange bis der Hundeführer bei ihnen ist. Denkbare Einsätze sind hier z.B. die Suche nach vermissten Kindern oder verwirrten älteren Personen


„Jeder Rettungshundeführer durchläuft, ebenso wie jeder andere Helfer des THW eine Grundausbildung, die ihn dazu qualifiziert, an technischen Hilfsmaßnahmen Hilfe zu leisten.“

Unsere Rettungshundeteams

Dagmar Fabian mit Shari
Petra Wermann mit Sutsh
Fabienne Schallöhr mit Enya
Annika Bodenstein mit Mojo
Klaus Fabian mit Cora
Dominique Moosmann mit Salvi
Katharina Wolff mit Floh
Björn Steinhoff mit Nugget
Konstantinos Marangozidis mit Abbie

Der Rettungshund

Ein Rettungshund ist ein speziell ausgebildeten Hund, der eine Rettungshundeprüfung erfolgreich absolviert hat.

Ein Rettungshund arbeitet immer mit seinem Hundeführer, dem Rettungshundeführer, zusammen im Team, dem Rettungshundeteam.

Die Ausbildung zum Rettungshundeteam

beträgt 2-2 ½ Jahre.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sind Sie Interesse an der Rettungshundeausbildung?

Dann sprechen Sie uns an.

Unsere Ausbilder geben gerne Auskunft über die Ausbildung zum Rettungshund.

Unsere Ausbilder

Klaus Fabian

Ausbilder seit 2005 und Prüfer für das Rettungshundewesen im THW

Dagmar Fabian

Ausbilderin seit 2013

Fachgruppe Ortung E-Mail: