21.10.2017, von Joachim Buschhaus, Julian Goodwin

Wuppertaler Fachgruppe Führung/Kommunikation nimmt an der Übung des Bereitsstellungsraum BR500 West teil.

Wie bringt man kurzfristig 500 Kräfte des THW unter, wenn sie über einen längeren Zeitraum an einem Ort im Einsatz sein müssen, z.B. bei einer großen Hochwasserlage? Hierzu baut das THW in NRW derzeit das 2. System BR500 im Bundesgebiet auf, einen modular strukturierten großen Bereitstellungsraum. Die erste praktische Übung der Führungseinheiten für einen solchen „BR500 West“ fand jetzt in Wenden im Kreis Olpe statt. Mit dabei war die Wuppertaler Fachgruppe Führung und Kommunikation (FK).

Bild Joachim Buschhaus

Wenn bei großen Schadensereignissen die THW-Kräfte überregional zusammengezogen werden und zum Einsatz eilen, dann müssen rund um das eigentliche Einsatzgeschehen zahlreiche praktische Fragen gelöst sein. Wo können die Helfer/innen übernachten? Wo können die Einsatzfahrzeuge parken? Wo gibt es Duschen und Toiletten? Wie erfolgt die Verpflegung? Als Antwort auf diese und andere Fragen wurde beim THW das System BR500 konzipiert. Es berücksichtigt u.a. Komponenten für die Logistik (z.B. Verpflegung), Infrastruktur und auch Feldlager, sodass kurzfristig sogar eine komplette Zeltstadt für die Kräfte aufgebaut werden kann.

Unter realitätsnahen Bedingungen übten jetzt 72 THW-Kräfte aus 16 verschiedenen Ortsverbänden, darunter sechs Helferinnen und Helfer aus Wuppertal, die ersten Schritte der Einrichtung eines solchen Bereitstellungsraums. Hierzu mussten in Wenden im Kreis Olpe zunächst eine vermeintlich geeignete große Fläche erkundet und vermessen werden. Möglichkeiten zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung waren zu prüfen, Strom- und Telekommunikationspläne zu erstellen und die Aufstellung von über 100 Zelten vorbereitet werden. Auch die zur Koordination dieser Arbeiten nötigen Führungsstellen waren praxisnah aufzubauen.

Der für das THW in NRW verantwortliche Projektleiter Wolfram Seegers (Geschäftsstelle Mönchengladbach) zeigte sich mit den ersten Praxisergebnissen sehr zufrieden. „Wir sind auf einem guten Weg, da wir im Konzept soweit möglich bereits vorhandene Ausstattung und Erfahrung nutzen. So können wir für die Vermessungsarbeiten auf das vorhandene System zur Einsatzstellensicherung (ESS) zurückgreifen. Mit dessen entsprechenden Auswerteprogrammen lassen sich in kürzester Zeit die Eignung des Platzes überprüfen und die notwendige Flächeneinteilung für Parkplätze, Zelte usw. vornehmen.“

Im nächsten Schritt werden nun die am Samstag gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und umgesetzt. Sobald die komplett mobil einsetzbare Ausstattung vervollständigt ist, steht dann als nächstes ein Realtest an, bei dem alle Teile des BR500 aufgebaut und von 500 Einsatzkräften getestet werden können.


  • Bild Joachim Buschhaus

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